Naturschönheiten

51 besonders geschützte Gebiete, 39 europäisch bedeutende Gebiete mit Vorkommen seltener Pflanzen und Tiere, neun von 41 tschechischen Vogelgebieten.

DIVISION HOŘOVICE (Militärgebiet Brdy)

Die Division schließt vor allem das Gebiet Brdy (Brdy-Bergland) 70 km südwestlich von Prag ein. Die Wälder in der Zuständigkeit der Division Hořovice gehören zu natürlichen Waldgebieten Brdská vrchovina. VLS ČR, s. p. bewirtschaftet eine Gesamtfläche von 22 792 Hektar, davon ca. 26.000 Hektar Waldboden. Wahrzeichen des Gebiets Brdy sind seine höchsten Berge Tok (865 m ü. N. ) und Praha (862 m ü. N.). An Wasserflächen sind vor allem die der Mehrzwecknutzung unterliegenden Teiche Horní und Dolní padrťský rybník Rückhaltebecken und zum Hochwasserschutz Bedeutung. Sie dienen auch als Wasserbecken zum Zucht von Qualitätsfischen. Neben dem Militärgebiet wurden folgende Gebiete zu Schutzgebieten erklärt:

Das Naturschutzgebiet Křivoklátsko durch Erlass MK ČSR AZ 21972/1978 vom 24. November 1978 auf einer Fläche von 628 km², davon 1 803 Hektar von VLS ČR, s.p. bewirtschaftet.
Das Naturreservat Prokopské údolí
Das Naturdenkmal Pod starým hradem mit paläontologischer Fundstelle von Trilobiten.
Das Naturdenkmal Ostrov u Jedomělic mit bedeutendem Vorkommen von Diptam.
Das Naturdenkmal Ve Šperkotně, ein hydrophiles Gebiet mit Vorkommen von Farn (Natternzungengewächse)
Vogelgebiet Křivoklátsko, nur ein Teil überschneidet sich mit dem Forstbetrieb (LHC) Nouzov (ungefähr 460 Hektar) und wurde durch die Regierungsverordnung Nr. 684/2004 Sgl., vom 8. Dezember 2004 zum Schutzgebiet erklärt, seit 31. Dezember 2004 wirksam. In dem Vogelgebiet sind folgende Arten und ihre Biotope geschützt – Wespenbussard, Uhu, Sperlingskauz, Eisvogel, Grauspecht, Mittelspecht, Zwergschnäpper und Halsbandschnäpper.

DIVISION HORNÍ PLANÁ (Militärgebiet Boletice)

Die Division ist vor allem auf dem Militärgebiet Boletice wirtschaftlich tätig (Forstverwaltungen Arnoštov, Chvalšiny und Horní Planá und Landwirtschaftsverwaltung Květušín). Das Gebiet liegt im südwestlichen Teil des Böhmerwaldes auf Grundstücken mit einer Fläche von 20.458 Hektar, von denen wir im Militärgebiet Boletice (21.953 Hektar) eine Fläche von 15.881 Hektar bewirtschaften. Neben dem Militärgebiet betreiben wir im Forstbetrieb Bližší Lhota und in den separaten Gebieten Kramata (Vimperk), Homole (České Budějovice) und Bechyně (Dražice) Forstwirtschaft. Die höchsten Berge dieses Teils des Böhmerwalds sind Lysá (1228 m ü. NN) und Knížecí stolec (1226 m ü. NN). Neben dem Militärgebiet wurden folgende Gebiete zu geschützten Gebieten erklärt:

Naturschutzgebiet Böhmerwald – durch den Erlass des MK ČSR 53855/1963 vom 27. Dezember 1963, mit einer Fläche von 160.300 Hektar. Im Jahre 1991 wurde aufgrund der Grundstücksübertragung auf den entstandenen Nationalpark Böhmerwald die Fläche auf 99.400 Hektarreduziert. Das Naturschutzgebiet Böhmerwald bildet ebenso eine Schutzzone für den Nationalpark Böhmerwald.
Naturdenkmal Blanice ist ein umfangreiches Gebiet von Wiesen, Torfmooren und Wäldern im Flussgebiet Blanice mit europäisch bedeutendem Vorkommen der Flussperlmuschel.
Naturdenkmal Prameniště Blanice
Naturdenkmal Házlův kříž mit einem Gebiet von Feuchtwiesen, Weiden und Torfmooren
Naturdenkmal Pestřice mit einer Sumpfquelle und daran anschließenden feuchten Wiesen und Torfmoor.
Das Naturdenkmal Račínské prameniště ist ein Quellgebiet mit Weide-Wiesengemeinschaften.
Das Naturdenkmal Vlásenický potok ist ein bedeutendes Vorkommensgebiet von Straußenfarn.
Das Vogelschutzgebiet Böhmerwald wurde ebenfalls durch die Regierungsverordnung Nr. 681/2004 Slg., am 8. Dezember 2004 mit Wirkung vom 31. Dezember 2004 zum Schutzgebiet erklärt. Das VLS ČR, s.p. überschneidet sich mit dem Waldbetrieb Bližší Lhota nur teilweise bei der VLS-Division Horní Planá (ungefähr 836 Hektar – Abt. 1-19, Teil 20 und 36). In diesem Gebiet sind folgende Vogelarten und ihre Biotope geschützt:Birkhuhn, Auerhahn, Schwarzstorch, Wachtelkönig, Sperlingskauz*,Raufußkauz, Schwarzspecht, Haselhuhn und Dreizehenspecht.*

DIVISION KARLSBAD (Militärgebiet Hradiště)

Die Division Karlsbad ist im Gebiet des Duppauer Gebirges vorwiegend im Militärgebiet Hradiště (33.161 Hektar) auf einer Fläche von 19.230 Hektar wirtschaftlich tätig (davon im Militärgebiet 16.705 Hektar). Die Grundstücke werden von 3 Forstverwaltungen (Dolní Lomnice, Klášterec nad Ohří und Valeč) und der Landwirtschaftsverwaltung Bražec bewirtschaftet, die direkt der landwirtschaftlichen Abteilung der Direktion untergeordnet ist. Der höchste Berg des Gebiets ist Hradiště (934 m ü. NN). Neben dem Militärgebiet wurden folgende Gebiete zu geschützten Gebieten erklärt:

Das Nationale Naturreservat Úhošť ist ein dominanter Basaltberg mit seltener wärmeliebender Fauna und Flora.
Das Naturdenkmal Mravenčák ist ein felsiger Gipfel mit vertikaler Wand und mit wärmeliebender Steppenflora.
Das Naturdenkmal Rašovické skály sind felsige Hänge mit wärmeliebender Fauna und Flora.

DIVISION PLUMLOV (Militärgebiet Březina)

Die Division Plumlov bewirtschaftet vor allem das Militärgebiet Březina (15.817 Hektar), das zwischen den Städten Prostějov und Vyškov an den Hängen des Berglandes der Drahanská vrchovina liegt. Sie bewirtschaftet eine Fläche von 17.684 Hektar, davon befinden sich 12.973 Hektar im Militärgebiet Březina. Die wirtschaftliche Tätigkeit wird vor allem von den Forstverwaltungen Žárovice, Myslejovice und Rychtářov verrichtet. Neben dem Militärgebiet wurden folgende Gebiete zu geschützten Gebieten erklärt:

Das Naturreservat Údolí Oslavy und Chvojnice ist eine markante canon-artige Schlucht zweier Flüsse mit Felshängen und wärmeliebender Fauna und Flora.
Das Naturreservat Studnické louky schützt die Ensembles feuchter eutropher und mesophiler Wiesen am Flusstal mit Mäandern und Uferbewuchs und mit Vorkommen von besonders geschützten Pflanzenarten.

DIVISION LIPNÍK NAD BEČVOU (Militärgebiet Libavá)

Die Division Lipník nad Bečvou ist vor allem im Oderbergland im Militärgebiet Libavá 50 km von der Stadt Olmütz entfernt wirtschaftlich tätig. Diese Tätigkeit wird vor allem durch die Forstverwaltungen Libavá, Potštát, Velký Újezd und Hlubočky durchgeführt. Auf gesonderten Gebieten in den Bezirken Bruntál, Nový Jičín, Frýdek-Místek, Karviná, Opava und Vsetín bewirtschaftet die Forstverwaltung Bruntál Gebiete, in denen die Streitkräfte der Tschechischen Repubik Spezialanlagen haben. Die Forstverwaltung Heroltovice betreibt ökologische Landwirtschaft.
Außer dem Militärgebiet wurden folgende Gebiete zu geschützten Gebieten erklärt:

Das Naturreservat Kunov mit einem reichen Vorkommen von Straußenfarn.
Das Naturdenkmal Prameny Zrzávky sind zwei selbständige Wasserquellen mit einem großen Inhalt von Eisensulfat und Schwefelwasserstoff und anderen daran gebundenen Stoffen.
Das Naturdenkmal Kamenné proudy u Domašova mit Beispielen von Frostverwitterung (durch Frost gebildete Steinburgen, Steinmeere und Schotterfelder).
Das Naturdenkmal Kamenec mit Sümpfen und mit wertvoller Flora und Rückzugsgebiet für Amphibien.

DIVISION MIMO*Ň* (ehemalige Militärgebiete Ralsko, Milovice - Mlad*á*)

Die Militärgebiete wurden durch Regierungsbeschluss zum 31. Dezember 1993 nach dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahre 2001 aufgelöst. In diesem Gebiet wurden sofort umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, die bestätigten, dass diese Gebiete biologisch wertvoll sind. Auf dem Gebiet der Division Mimoň befinden sich ebenfalls zwei Gehege. Das Gehege Židlov mit einer Fläche von 3.800 Hektar dient der Hirsch- und Mufflonzucht. Es gibt hier auch die größte Anzahl besonders geschützter Gebiete im VLS ČR, s.p. Die bedeutendsten sind:

Zum Naturschutzgebiet Böhmisches Mittelgebirge wurde auf einer Fläche von 30 Hektar das Gebiet Červený Újezd des Forstbetriebs Břehyně erklärt.
Das Nationale Naturreservat Břehyně-Pecopala ist ein umfangreiches Gebiet mit Sandsteinfelsen und einem Teich mit Torfmooren, die beiderseits der Straße von Břehyně nach Hradčany liegen und als Teil eines größeren Gebiets bereits seit 1933 geschützt ist. Es gibt hier wichtige Sumpfbiotope und in den Felsen ursprüngliche Buchenwälder. Der Teich ist in der Verwaltung von AOPK ČR und wird häufig für den Fischfang benutzt. Der Břehyňský rybník wird ebenso seit 1991 in einer Liste international bedeutender Sümpfe des Ramsarská Abkommens aufgeführt. Im Jahre 1994 wurde das Reservat in das Netz biogenetischer Reservate des Europarats einbezogen.
Das Naturdenkmal SWAMP befindet sich am Südöstlichen Ufer des Sees Machovo jezero. Es handelt sich um ein Torfmoor mit Tümpeln und einer einzigartigen Flora und Fauna. Das Gebiet ist wegen seiner in ihm entdeckten zahlreichen neuen Algenarten algologisch bedeutsam.
Das Naturdenkmal Hradčanské rybníky, ein Komplex aus vier mit dem Hradčanský rybník verbundenen Waldteichen (Černý, Vavrouškův, Strážovský und Držník) mit anliegenden Torfmooren, feuchten Wiesen und Waldbewuchs östlich der Gemeinde Hradčany, ist als Bestandteil eines größeren Gebietes bereits seit dem Jahr 1933 geschützt. Unter den besonderen Schutz fallen Wasserpflanzenwelt, Pflanzen auf Torfgebieten und Vogelnistplätze.
Das Naturreservat Velký und Malý Bezděz sind zwei Klingstein-Berge. Einer von ihnen hat eine Höhe von 603 m (Velký Bezděz). Auf seinem Gipfel steht die schöne Königsburg Bezděz (eine der wichtigsten frühgotischen Burgen Tschechiens, die in den Jahren 1264-1278 errichtet und später zum nationalen Kulturdenkmal erklärt wurde). Der zweite Berg hat eine Höhe von 578 m (Malý Bezděz). Es gibt hier immer noch eine bedeutende natürliche nichtforstliche Vegetation und Laubmischwälder an Schutthängen. Auf der nördlichen Seite des Velký Bezděz befindet sich eine Karsthöhle.
Das Naturreservat Ralsko wird durch Felsen und Schotterwälder gekennzeichnet (vorwiegend Buchenwälder mit reichem Kräuterbestand). Es gibt zwei dominante Punkte, den Gipfel Ralsko mit 696 m Höhe ü. NN und die gleichnamige Burgruine mit Elementen romanischen Baustils, die als Kulturdenkmal eingetragen ist.
Das Naturdenkmal Vranovské skály ist eine Felsenformation mit auffallenden Sandsteinfelsen und einer einzigartigen Pflanzenwelt am südwestlichen Fuß des Gipfels Ralsko mit einem touristischen Aussichtsturm namens Juliina.
Das Naturdenkmal Děvín, Ostrý und Schachstein sind zwei neovulkanisch geprägte Formationen, die im Mittelalter aus strategischen Gründen komplett entwaldet wurden. An der Spitze des Děvín steht die Ruine einer Königsburg der Premisliden, die in der Liste der Kulturdenkmäler eingetragen ist. Das Gebiet Děvínu und Ostrý ist durch blumige Buchenwälder mit reichem Kräuterbestand gekannzeichnet. Auf dem Schachstein sind einzigartige Spuren der Eisenerzgewinnung – Limonit – zu finden.
Das Naturdenkmal Široký kámen ist eine geomorphologisch bedeutende Sandsteinformation mit einem flachen, ganz ebenen Gipfel und steilen Felsenwänden, einem Tafelberg. Auf den Felsen sind Reste von Kiefernwäldern erhalten.
Das Naturdenkmal Rašeliniště Černého rybníka liegt in einem ehemaligen Uranabbaugebiet. Das Torfmoor und Wasserbiotope mit besonders geschützten Pflanzen- und Tierarten sind in diesem Gebiet geschützt.
Das Naturdenkmal Divadlo ist eine bedeutende geomorphologische Sandsteinformation mit verschiedenen Felsenformen (Felsensims, Höhlen, Felsentore, Felsenschüsseln und Pseudokarren) mit Resten von Kiefernwäldern.
Das Naturdenkmal Stohánek ist ein einsamer Torso einer Sandsteinebene, der zu den besonderen Verwitterungs- und Erosionsformen des Sandsteins zählt.
Das Naturdenkmal Malý und Velký Jelení vrch sind zwei isolierte neuvulkanische Gipfel, die das Relief des Ralská Hügellands bilden. Das Hügelland ist zum Großteil von natürlichen Laubwäldern bedeckt.
Das Naturdenkmal Hadí kopec ist ein geomorphologisch markantes Basaltmassiv, das durch den Fluss Lomnice geteilt wird und durch Säulenbasalt, Bewuchs mit seltenen wärmeliebenden Kräutern und einer besonderen Vegetation an den Felsenwände und in den Felsenspalten gekennzeichnet ist.
Das Vogelschutzgebiet Českolipsko – Dokeské pískovce und mokřady wurde durch die Regierungsverordnung Nr. 598/2004 Sgl. vom 27. Oktober 2004 mit Wirksamkeit zum 6. Dezember 2004 ausgerufen. FIn seinen Biotopen kommen verschiedene Vogelarten wie der Graue Kranich, die Rohrweihe, der Ziegenmelker, die Heidelerche und das Blaukehlchen vor. Das Gebiet erstreckt sich vorwiegend in den Forstbetrieben Břehyně und Hradčany, der Division von VLS Mimoň.
Das Vogelschutzgebiet Východní Krušné hory befindet sich ebenfalls am nördlichen Rand eines abgetrennten Teils des Forstbetriebs Břehyně. Es wurde per Regierungsverordnung Nr. 28/2005 Slg. vom 15. Dezember 2004 für die Vogelart Birkhuhn und seine Biotope zum Schutzgebiet erklärt.